Das Trainerinterview: Eine super Zeit, diese will ich beenden, solange alles in Ordnung ist

20173017 SebastianBasti - Nach viereinhalb erfolgreichen Jahren beim SVO hast du dich entschieden den Verein am Saisonende zu verlassen. Erzähl doch mal aus deiner Sicht was dich zu dieser Entscheidung bewogen hat?!

Ich hatte und habe eine super Zeit beim SVO. Diese will ich beenden, solange alles in Ordnung ist und man sich gegenseitig in Achtung und mit Wertschätzung verabschiedet. Oft prägt im Trainiergeschäft das Ende der Zusammenarbeit die Erinnerung und dann nicht immer nur positiv (vgl. Marco Rose in Gladbach). Und wenn dann nach immerhin 4,5 Jahren v.a. die positiven Erlebnisse bleiben, ist das doch eine runde Sache.

Durch die Corona-Pandemie und dem damit verbundenen Lockdown ist für mich außerdem das Gefühl entstanden, dass die Überwindung dieser Krise (hoffentlich noch diesen Sommer) auch ein guter Moment für eine Neuorientierung sein wird – übrigens für beide Seiten.

Trainer Schmid und die KOMbi Oberiflingen/Dürrenmettstetten – Das hat gepasst wie die Faust aufs Auge. Kannst du dir erklären warum die Zusammenarbeit über die Jahre so gut war?

Das ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass es einfach menschlich gepasst hat. Allen voran habe ich mit Dirk Tinnefeld eine sehr freundschaftliche Verbindung. Aber auch mit allen anderen Verantwortlichen vom SV Oberiflingen und von der Spvgg Dürrenmettstetten hat es gepasst. Wie im Übrigen auch mit den Zuschauern und den zahlreichen Vereinsmitarbeitern.

Besonders wichtig war und ist aber natürlich das Verhältnis zur Mannschaft. Und da war mir immer ein besonderes Anliegen, jeden einzelnen Spieler wertzuschätzen. Unter dem Strich habe ich mich mit den Spielern und den Co-Trainern unglaublich gut verstanden. Klar musste man sich mit dem ein oder anderen erst zusammenraufen, aber umso besser wurde dann auch das Verhältnis miteinander.

Wenn du auf die Zeit beim SVO zurückblickst, was waren für dich besondere Momente Abseits des Fußballplatzes an die du dich gerne erinnerst?

Hier kann ich nicht einen einzelnen Moment nennen – da waren definitiv zu viele dabei.

Da waren natürlich zuvorderst die zahlreichen gemeinsamen Feste und Feierlichkeiten, die verschiedenen Challenges (u.a. 30-Kilo-Challenge), ganz besonders die gemeinsame Zeit bei den Trainingslagern v.a. in Österreich, sowie die zahlreichen spontanen „Hocketste“ nach diversen Spielen. Besonders gefreut haben mich dabei im Nachhinein auch die Momente, bei denen wir trotz Niederlagen unsere Ausdauer und unseren Teamgeist nach den Spielen unter Beweis gestellt haben (bspw. nach der Niederlage in Gündringen 2019 und dem damit besiegelten Abstieg).

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Gibt es Spiele die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?

Oh ja, da gibt es jede Menge. Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Vielleicht beginne ich mit den bitteren Momenten. Da steht ganz oben auf der Liste sicherlich die „Mutter aller Niederlagen“ im Relegationsspiel 2017 gegen Herzogsweiler. Aber auch ein besonders umstrittenes Spiel gegen Empfingen im selben Jahr oder die beiden hohen Niederlagen gegen Dietersweiler 2019. Dem stehen viele tolle Spiele gegenüber. Da denke ich an unsere 8-Siege-in-Folge 2018, einem kämpferischen Kraftakt beim 2:1 Sieg als stark ersatzgeschwächtes Team in Dornhan oder richtigen Galaauftritten wie beim 8:0 gegen Göttelfingen 2017 oder dem 5:0 Auswärtssieg in Vöhringen 2020.

Nach dem Abstieg in der Saison 2018/19 folgte der direkte Wiederaufstieg in der Saison 2019/20? Erfahrungsgemäß tun sich Mannschaften nach dem Abstieg ja meistens eher schwer wieder in die Spur zu kommen. Wie konnte der „schnelle Umschwung“ gelingen?

Den „Umschwung“ haben wir eigentlich schon beim Saisonabschluss im Juni 2019 eingeleitet. Auch durch die tolle Unterstützung der Fans (Busfahrt zum letzten Saisonspiel in Freudenstadt) ist es bereits dort gelungen, einen positiven Blick (verbunden mit viel Motivation) auf die Kreisliga A zu nehmen. Wichtig war aber natürlich auch, dass der Kader fast komplett zusammengeblieben ist. Durch eine sehr gute Vorbereitung u.a. mit dem Trainingslager in Altenmarkt/Zauchensee (Österreich) haben wir dann die notwendigen Weichen gestellt und die positive Energie entsprechend genutzt.

2020 MeisterErste CoronaSaison

Die Anzeichen verdichten sich, dass die Hinrunde in der Bezirksliga eventuell fertig gespielt werden kann. Was wäre dein Wunsch für die letzten Partien an der Seitenlinie beim SVO?

Zunächst ist mein größter Wunsch in diesen schwierigen Zeiten, nochmal als Trainer an der Seitenlinie des SVO stehen zu dürfen. Und dann hoffe ich natürlich, dass wir vieles von dem zeigen können, was uns vor der Zwangspause ausgezeichnet hat und wir damit dann auch noch ein paar Siege zusammen feiern können.

Zum Schluss darfst du gerne noch 2-3 Worte an die, Fans und Gönner des SV Oberiflingen richten, falls du möchtest?!

Das mache ich natürlich sehr gerne. In erster Linie möchte ich mich bei allen dafür bedanken, dass ich von Anfang an offen und herzlich aufgenommen wurde und mich immer als Teil der SVO-Familie gefühlt habe. Das werde ich immer mit großer Dankbarkeit in Erinnerung behalten. Ich kann mir momentan ehrlich gesagt noch nicht richtig vorstellen, nicht mehr ein Teil davon zu sein.

Und dann möchte ich noch meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass die Ehrenamtlichen, die Zuschauer und die Sponsoren dem Verein gerade jetzt und nach der Pandemie den Rücken stärken und ihn weiter so super unterstützen. Diese Unterstützung hat den SV Oberiflingen in den vergangenen Jahren nämlich in hohem Maße ausgezeichnet.

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Mit Sebastian durften wir in den letzten 4,5 Jahren mit einem außerordentlich guten Fußballtrainer, Coach und besonderen Menschen und Kumpel zusammenarbeiten der uns nicht nur auf dem Platz weitergebracht hat. Umso mehr freuen wir uns und hoffen noch auf ein paar schöne, erfolgreiche Wochen. 

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